Hikkaduwa: Sri Lankas erste Surfstadt
Surfer kommen seit den Sechzigern nach Hikkaduwa, als die ersten Reisenden hier verlässliche Riffwellen fanden. Seither hat sich wenig zum Schlechteren verändert: Die Wellen sind berechenbar, das Wohnen ist günstig, und die Stimmung ist so, dass niemand es eilig hat. Der Hauptspot liegt direkt vor der Stadt — vom Gästehaus bis ins Line-up sind es ein paar Minuten zu Fuß, und das ist Hikkaduwas größter Vorteil.
Der Hauptspot: das Riff von Hikkaduwa
Der Hauptspot ist eine rechte Riffwelle, die südlich des Hauptstrands am Korallenriff entlangläuft. An guten Tagen kommen 100 bis 200 Meter zusammen, und die Take-off-Zone verzeiht genug, dass sich hier sowohl fortgeschrittene als auch sichere Anfänger wohlfühlen.
- Wellentyp: rechte Riffwelle, gelegentlich mit linken Abschnitten
- Grund: Korallenriff — Schuhe sind empfehlenswert
- Höhe: meist 0,6 bis 1,5 Meter, bei gutem Swell mehr
- Tide: mittel bis hoch — bei Ebbe liegt das Riff frei und es wird flach
- Niveau: mittel, bei kleiner Welle auch für Anfänger machbar
- Andrang: moderat — an Wochenenden der Hochsaison 15 bis 30 Leute im Wasser
Näher am Ufer liegt ein Innenbereich, den die Einheimischen Benny's nennen: sandiger Grund, weicher Schaum, ideal für den ersten Versuch und fürs Longboard. Fast alle Schulen arbeiten genau dort.
Saison und Bedingungen
Die Saison im Süden und Südwesten läuft von November bis April. In diesen Monaten trifft der Swell aus dem Indischen Ozean auf ablandigen Morgenwind, und die Welle wird sauber. Das Wasser hat ganzjährig 27 bis 30 Grad, einen Neoprenanzug brauchen Sie also nie — Boardshorts oder Bikini genügen.
Die größten und verlässlichsten Swells kommen meist von Dezember bis Februar. Im März und April ist die Welle kleiner, das Wasser dafür glasig. Ab Mai drückt der Südwestmonsun auflandig, die Oberfläche wird zerrissen, und alle ziehen an die Ostküste nach Arugam Bay.
Die Aufschlüsselung nach Monaten steht komplett in unserem Reiseführer zur besten Reisezeit.
Surfschulen
Schulen gibt es in Hikkaduwa viele, und sie arbeiten mit allen Niveaus. Eine übliche Anfängerstunde dauert etwa zwei Stunden: erst kurze Theorie am Sand, dann Wasser. Eine Gruppenstunde kostet etwa 3.000 bis 5.000 Rupien, eine Einzelstunde 5.000 bis 8.000.
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten:
- Zertifizierte Lehrer — Fragen Sie nach ISA oder Gleichwertigem. Ordentliche Schulen beantworten das ohne Umschweife.
- Softboards für Anfänger — Auf einem Soft-Top lernt es sich leichter, und ein Schlag damit tut deutlich weniger weh.
- Kleine Gruppen — Höchstens vier Leute pro Lehrer, sonst kommt niemand dazu, sich um Sie zu kümmern.
- Ausrüstung und Erste Hilfe — Lycra, Riffschuhe und ein Erste-Hilfe-Set sollten selbstverständlich sein.
Udul Tours empfiehlt Ihnen geprüfte Schulen passend zu Ihrem Niveau — schreiben Sie uns, und wir bringen Sie mit dem richtigen Lehrer zusammen.
Boardverleih
Die Verleihe reihen sich an der Hauptstraße aneinander, und die Preise sind nach Surfmaßstäben lächerlich:
- Soft-Longboard (8–9 Fuß): 1.000 bis 1.500 Rupien pro Tag
- Longboard aus Glasfaser: 1.500 bis 2.500 Rupien pro Tag
- Shortboard (6–7 Fuß): 1.500 bis 2.000 Rupien pro Tag
- Fish oder Funboard: 1.500 bis 2.500 Rupien pro Tag
Wenn Sie für eine Woche oder länger mieten, handeln Sie: Fast überall gibt es dann spürbar Rabatt. Und schauen Sie sich das Board vor der Übernahme an — besonders Rails und Finnen, damit Sie nicht für fremde Dellen zahlen.
Spots in der Nähe
Hikkaduwa ist praktisch, weil ringsum viele gute Spots in kurzer Tuk-Tuk- oder Rollerdistanz liegen. Die besten:
Kabalana (The Rock)
Etwa 25 Minuten südlich. Eine der bekanntesten Wellen des Landes: ein kräftiger linker Point, der um eine Felsnase läuft, mit langen, schnellen Ritten. Ein Spot für Erfahrene — das Riff ist flach, und bei großem Swell haut es ordentlich rein. Hier wurden schon nationale und internationale Wettbewerbe ausgetragen.
Midigama
Rund zwanzig Minuten südöstlich. Zwei Hauptspots: Lazy Left, eine ruhige linke Welle, ideal fürs Longboard, und Plantation Point, schneller und hohler, eher für Fortgeschrittene. Das Dorf ist ruhiger und ursprünglicher als Hikkaduwa und wird zunehmend von Leuten gewählt, denen das volle Line-up zu viel ist.
Die Bucht von Weligama
Etwa 45 Minuten entfernt. Der Ort für alle, die zum ersten Mal auf einem Brett stehen: eine weite Bucht, sandiger Grund und eine weiche, auslaufende Welle, auf der man sich kaum wehtun kann. Es gibt mehrere große Surfcamps und entsprechend viel Betrieb.
Ein paar praktische Dinge
- Ziehen Sie Riffschuhe an. Das Riff ist scharf, und Seeigel gibt es genug. Dünne Schuhe ersparen Ihnen sehr unangenehme Schnitte.
- Surfen Sie früh. Die besten Bedingungen sind meist zwischen sechs und neun, bevor der auflandige Wind einsetzt.
- Respektieren Sie die Reihenfolge. Nicht reinfahren. In Hikkaduwa geht es freundlich zu, aber die Grundregeln gelten überall gleich.
- Achten Sie auf Strömungen. Das Riff bildet Kanäle, die seitlich ziehen. Wenn Sie in eine Strömung geraten, paddeln Sie quer dazu, nicht dagegen.
- Sparen Sie nicht an der Creme. Die Sonne steht hier am Äquator. Alle anderthalb Stunden nachlegen — oder einfach ein Lycra-Shirt anziehen.
- Trinken Sie. In den Tropen zehrt Surfen schneller, als man denkt. Nehmen Sie eine Flasche mit an den Strand.
Was es außer Wellen gibt
Nach einem Vormittag im Wasser findet sich in Hikkaduwa genug zu tun. An ruhigen Tagen ist das Korallenschutzgebiet hervorragend zum Schnorcheln, abends gibt es in den Lokalen frischen Fisch, und an Wochenenden wird es nachts lebendig. Und wenn Sie ein ganz anderes Meer sehen wollen: Fahren Sie zu den Walen nach Mirissa.
Eine Surfreise zusammenstellen
Ob eine Woche intensives Training, eine Surfsafari über die Südspots oder ein paar entspannte Sessions zwischen den Ausflügen — Udul Tours baut die Route. Wir fahren Sie zwischen den Spots, empfehlen Unterkünfte am Wasser und bringen Sie mit guten Lehrern vor Ort zusammen. Schreiben Sie auf WhatsApp an +94 77 948 7007. Praktisches steht in unseren Reisetipps.