Visum und Einreise
Die meisten Reisenden brauchen für Sri Lanka vor der Ankunft eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA). Die beantragen Sie unkompliziert online auf der offiziellen Seite der srilankischen Einwanderungsbehörde. Das Wichtigste dazu:
- Antrag: Stellen Sie ihn mindestens 48 Stunden vor dem Flug auf der offiziellen ETA-Seite. Die Genehmigung kommt in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
- Dauer: Die normale Touristen-ETA gilt für 30 Tage und lässt sich bei der Einwanderungsbehörde in Colombo auf 90 Tage verlängern.
- Kosten: für die meisten Staatsangehörigkeiten rund 50 US-Dollar. Für Kinder unter 12 Jahren ist die Bearbeitung teils kostenlos. Die Gebühren ändern sich gelegentlich — schauen Sie auf der offiziellen Seite nach.
- Voraussetzungen: ein Reisepass, der ab dem Einreisetag noch mindestens sechs Monate gültig ist, ein Rück- oder Weiterflugticket und, falls verlangt, ein Nachweis ausreichender Mittel.
- Bei Ankunft: Manche Staatsangehörigkeiten bekommen am Flughafen Bandaranaike ein Visum bei der Einreise. Wer vorher online beantragt, spart sich allerdings die Warteschlange.
Geld und Bezahlen
Gezahlt wird in srilankischen Rupien (LKR). Größere Hotels und Veranstalter nehmen Kreditkarten, aber für den Alltag brauchen Sie Bargeld — vor allem außerhalb von Colombo.
- Geld wechseln: Tauschen Sie bei Banken oder lizenzierten Wechselstuben in Colombo, am Flughafen oder in größeren Urlaubsorten. Im Hotel zu wechseln lohnt sich selten, dort sind die Kurse meist schlechter. In der Ankunftshalle des Flughafens gibt es mehrere Schalter.
- Geldautomaten: In Städten und größeren Orten gibt es sie überall. Die Automaten der Commercial Bank, der Hatton National Bank (HNB) und der Sampath Bank nehmen internationale Visa- und Mastercard-Karten zuverlässig an. Pro Abhebung sind meist 40.000 bis 60.000 Rupien möglich.
- Kreditkarten: werden in größeren Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert. Viele kleine Gästehäuser, einheimische Lokale und Tuk-Tuk-Fahrer nehmen nur Bargeld. Haben Sie also immer Rupien dabei.
- Trinkgeld: wird gern gesehen, ist aber keine Pflicht. Als Richtwert: 10 Prozent im Restaurant, wenn kein Servicezuschlag auf der Rechnung steht, 500 bis 1.000 Rupien pro Tag für Fahrer, und ein kleiner Betrag für Hotelpersonal, das Gepäck trägt oder sich besonders kümmert.
Unterwegs auf der Insel
Zug
Das Eisenbahnnetz Sri Lankas gehört zu den landschaftlich schönsten Asiens. Die Strecke von Kandy nach Ella führt durch das Bergland, an Teeplantagen vorbei, über die berühmte Nine Arches Bridge und durch nebelverhangene Tunnel. Fahren ist günstig — ein reservierter Platz zweiter Klasse von Colombo nach Ella kostet unter 1.000 Rupien —, aber beliebte Strecken sind schnell ausgebucht. Reservieren Sie ein paar Tage vorher, vor allem für die Bergstrecke.
Tuk-Tuk
Dreirädrige Tuk-Tuks gibt es überall und sie sind für kurze Wege das Praktischste. Ein paar Hinweise:
- Handeln Sie den Preis immer vor dem Einsteigen aus, oder bestehen Sie auf dem Taxameter.
- Für längere Strecken vereinbaren Sie einen Festpreis. Von Hikkaduwa zum Galle Fort (rund 20 Kilometer) sollten es etwa 1.500 bis 2.000 Rupien sein.
- In größeren Orten funktionieren Apps wie PickMe; dort ist der Preis nach Taxameter garantiert.
Fahrer mit Auto
Für mehrtägige Reisen oder lange Strecken ist ein Auto mit Fahrer die bequemste und schnellste Art, die Insel zu sehen. Die Fahrer sind zugleich informelle Guides: Sie kennen die Straßen, die Restaurants und die Stellen, an denen sich ein Halt lohnt. Udul Tours stellt erfahrene, englischsprachige Fahrer für individuelle Routen im ganzen Land. Schreiben Sie uns auf WhatsApp an +94 77 948 7007 für Preise und Verfügbarkeit.
Bus
Das Busnetz deckt die ganze Insel ab und ist extrem günstig. Expressbusse zwischen den Städten sind schneller und bequemer als die örtlichen Linien. Von Colombo nach Hikkaduwa dauert der Expressbus etwa zwei Stunden und kostet rund 500 Rupien. Busse sind oft voll, besonders zur Hauptverkehrszeit, und der Fahrstil ist nach mitteleuropäischen Maßstäben forsch.
SIM-Karte und Internet
Eine einheimische SIM-Karte zu kaufen ist einfach und sehr zu empfehlen. Es gibt zwei große Anbieter:
- Dialog — das größte Netz mit der besten Abdeckung, auch in abgelegenen Gegenden. Touristenpakete mit Daten, Telefonie und SMS gibt es ab etwa 1.300 Rupien.
- Mobitel — gute Abdeckung in Städten und Urlaubsorten, mit Datenpaketen und Preisen auf ähnlichem Niveau wie bei Dialog.
Sie bekommen die SIM-Karte direkt nach dem Zoll am Flughafen; beide Anbieter haben Schalter in der Ankunftshalle. Nehmen Sie den Reisepass mit, die Registrierung ist gesetzlich vorgeschrieben. Eine Touristenkarte mit 10 bis 20 GB im 4G-Netz kostet zwischen 1.300 und 2.500 Rupien und reicht für zwei Wochen problemlos. WLAN gibt es in den meisten Hotels und Gästehäusern, die Geschwindigkeit schwankt allerdings.
Tempelbesuche: Kleidung und Verhalten
Auf Sri Lanka gibt es Hunderte buddhistische, hinduistische und andere religiöse Stätten. Besucher sind willkommen, sollten sich aber angemessen kleiden und verhalten:
- Schultern und Knie bedecken. Das gilt für Männer wie für Frauen: Die Kleidung soll die Schultern bedecken und über die Knie reichen. Ein Sarong oder ein leichtes Tuch in der Tasche hilft bei spontanen Tempelbesuchen.
- Schuhe und Kopfbedeckung ablegen. Vor dem Betreten des Tempelgeländes müssen die Schuhe aus. Es gibt dafür einen ausgewiesenen Platz am Eingang. Der Boden kann in der Sonne sehr heiß werden — gehen Sie auf offenem Stein zügig.
- Buddha-Statuen nicht den Rücken zuwenden. Stellen Sie sich für Fotos neben die Statue oder ihr zugewandt. Ihr den Rücken zu zeigen, gilt als respektlos.
- Nicht zeigen. Deuten Sie nicht mit dem Finger auf religiöse Figuren oder Mönche. Nutzen Sie die ganze Hand oder ein Nicken.
- Fotografieren: im Außenbereich meist erlaubt, in den Schreinräumen oft nicht. Achten Sie auf Hinweisschilder oder fragen Sie nach.
Essen und Trinkwasser
Die srilankische Küche ist würzig, vielfältig und in der Regel unbedenklich. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen ersparen Ihnen Magenprobleme:
- Trinkwasser: Trinken Sie kein Leitungswasser. Wasser in Flaschen gibt es überall für 60 bis 100 Rupien pro Liter. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Verschluss unversehrt ist.
- Straßenessen: gehört zum Besten, was die Küche zu bieten hat. Suchen Sie sich Stände aus, an denen viel los ist — wo ständig Einheimische anstehen, ist das Essen frisch.
- Rice and Curry: das Grundgericht. In den meisten einheimischen Lokalen bekommen Sie für 300 bis 600 Rupien einen Teller Reis mit fünf bis acht kleinen Currys. Fast immer unbedenklich und fast immer gut.
- Obst: Tropische Früchte gibt es reichlich. Wenn Sie bei der Hygiene vorsichtig sein wollen, bleiben Sie bei Obst, das Sie selbst schälen (Bananen, Mangos, Papaya, Ananas).
- Schärfe: Srilankisches Essen kann nach mitteleuropäischen Maßstäben sehr scharf sein. Wenn Sie wenig vertragen, sagen Sie „not spicy“ (thama hari). Lokale, die auf Reisende eingestellt sind, passen die Schärfe an.
Gesundheit und Mückenschutz
Für Sri Lanka sind für die meisten Reisenden keine Impfungen vorgeschrieben; die üblichen Standardimpfungen sollten aber aktuell sein. Dengue-Fieber, übertragen von tagaktiven Mücken, kommt auf der ganzen Insel vor. So schützen Sie sich:
- Mückenschutzmittel: Tragen Sie tagsüber ein Mittel mit DEET oder Icaridin auf, besonders in der Dämmerung morgens und abends. In srilankischen Apotheken bekommen Sie Repellents, aber das gewohnte Mittel von zu Hause ist verlässlicher.
- Kleidung: Leichte lange Ärmel und lange Hosen am Abend verringern die unbedeckte Haut.
- Unterkunft: Wählen Sie Zimmer mit Klimaanlage oder intakten Moskitonetzen. Elektrische Verdampfer, vor Ort erhältlich, wirken über Nacht gut.
- Malaria: Sri Lanka gilt seit 2016 als malariafrei. Eine Prophylaxe ist nicht nötig.
- Sonne: Die Äquatorsonne ist stark. Nehmen Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille, und cremen Sie nach dem Schwimmen oder Schwitzen nach.
Sicherheit
Sri Lanka ist für Reisende insgesamt sicher. Gewaltverbrechen gegen Touristen sind selten, und die allermeisten Reisen verlaufen ohne Zwischenfälle. Es gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen:
- Bewahren Sie Wertsachen im Hotelsafe auf und tragen Sie in Menschenmengen keinen auffälligen Schmuck.
- Seien Sie bei Edelsteingeschäften vorsichtig, vor allem in Colombo und Kandy. Wenn ein Fremder darauf besteht, Sie zu einem Juwelier zu bringen, lehnen Sie freundlich ab.
- Nehmen Sie nachts lizenzierte Taxis oder Fahrdienst-Apps statt Fahrzeugen ohne Kennzeichnung.
- Baden Sie nur an bewachten Stränden. An der Südküste gibt es häufig Brandungsrückströme, die jedes Jahr Menschenleben kosten. Nehmen Sie rote Flaggen ernst.
- Führen Sie eine Kopie Ihres Reisepasses mit und lassen Sie das Original im Hotelsafe.
Was ins Gepäck gehört
- Leichte, luftige Kleidung aus Naturfasern
- Ein Sarong oder Tuch für Tempelbesuche und spontan am Strand
- Riffverträgliche Sonnencreme, besonders wenn Sie in Hikkaduwa schnorcheln wollen
- Mückenschutz mit DEET oder Icaridin
- Eine wiederbefüllbare Flasche mit Filter, das spart Plastikmüll
- Ein Reisestecker-Adapter (Sri Lanka nutzt die Typen D und G)
- Eine Regenjacke oder ein kleiner Schirm, zu jeder Jahreszeit
- Bequeme Schuhe zum Laufen und Flip-Flops für den Strand
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